150 Jahre ist es her…

Das Jahr 1857 im Lichte eines Taschenkalenders von Eberhard Friedrich Walcker. Ein Dokument, das uns sehr, sehr viel Arbeit gekostet hat. Auf den 16 Textseiten sind auch Skizzen Eberhard Friedrichs und seine komplexe Auseinandersetzung mit den Konstruktionen Aristide Cavaillé-Colls, dessen Werkstatt er in diesem Jahr besucht hat. Außerdem war Walcker in der Schweiz und in London, wo er sich auf die Bostoner Orgel vorbereitet hat. Wir haben den kompletten Kalender transkripiert und alle wichtigen Passagen in dieses PDF-Dokument eingebracht. Es wird klar, dass die Geschichtsschreibung über EFW eine Menge wird ändern müssen. Für jeden Orgelbauer und Orgelliebhaber aber geht aus diesen wenigen Zeilen und Bildern hervor, wie wichtig der romantische Deutsche Orgelbau war, gegen den Französischen Orgelbau gesetzt. Den heutigen Technokraten, die mit ihren positivistischen Formeln an der Romantik herumhampeln, sei gesagt, dass sie aus diesen wenigen Äußerungen des romantischen Genies und Schaffenden lernen können, zumindestens, dass Technik eben nur eine untergeordnete Bedeutung hat, gegen jeden schöpferischen Vorgang im Menschen. Damals, noch unter dem Einfluss Goethes und Schillers hat das deutsche Handwerk intuitiv und damit Großartiges geschaffen. Heute, unter dem Einfluss von Stubengelehrten und troglodytischen Mathematiklehrern, wird alles verdorben, was jene an Orgeln fassen. Hier, in der Deutschen Orgelromantik sind die Quellen, um unsere organole Gegenwart aufzuwerten – nirgendwo sonst.. (16MBYTE PDF)

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